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und deshalb reden wir gleich Klartext…sage ich dir nicht, dass ich dich betrogen habe…sage ich dir, dass es einen Anderen gibt…tue ich jetzt nicht, wonach mir eigentlich ist…und unzählige weitere Gründe, die wir aufführen, um diesen Spruch loslassen zu können.Kennst du sicher, hast du sicher auch schon mal gehört oder selbst verwendet. Doch was heißt denn das eigentlich genau? In Wirklichkeit ist es nur ein Vorwand! Wir stellen diesen Satz, diesen Gedanken vor eine Tat, vor eine Aussage in der Meinung, dass das was wir dann tun oder sagen, dem Anderen den Schmerz nimmt. Ach, bin ich ein guter Samariter 😉 Wir sind ganz ehrlich der Meinung, dass wir in der Lage sind, den Anderen vor einem Schmerz zu bewahren. Tatsächlich ist es aber genau andersherum. Das was wir nicht haben wollen, ist das Gefühl, das in uns entsteht, wenn wir unser Gegenüber verletzt und traurig vor uns stehen sehen. Noch einmal deutlich: Wir wollen UNSER EIGENES GEFÜHL nicht spüren und deshalb flüchten wir in diese Aussage!!!
Der Schmerz, der in unserem Gegenüber entsteht, hat überhaupt nichts mit dir zu tun! Er ist lediglich eine Erinnerung an einen Schmerz, der schon viel früher passiert ist, nämlich in seiner Kindheit. Jede Gelegenheit, diesen Schmerz noch einmal zu spüren ist eine Gelegenheit zu heilen, indem er/sich bewusst macht, was für ein Gefühl dadurch ausgelöst wird und woher dieser Schmerz tatsächlich kommt.
Das heißt, indem du versuchst dein Gegenüber davor zu bewahren, nimmst du ihm eine wichtige Gelegenheit, das was damals passiert ist zu heilen. Und dir selbst natürlich auch. Denn der Schmerz, der in dir entsteht und das dazugehörige Gefühl ist ebenfalls eine alte Geschichte aus deiner Kindheit. Du bringst also euch beide um eine wichtige Erfahrung.
Das heißt jetzt nicht, dass du durch die Welt laufen sollst und dich wie ein A…..(eh schon wissen) verhalten sollst. Wobei, wenn du das möchtest, kann dich sowieso keiner davon abhalten, und oft genug bist du für die Anderen eins und weißt es nicht einmal. Oder du bist wie vor den Kopf gestoßen, weil du „hast doch gar nichts gemacht“. Hast du ja auch nicht. Du hast nur einen Knopf im Anderen gedrückt, von dem du gar nichts wusstest.
Und dann gibt’s da noch einen Aspekt! Du weißt eben gar nicht, was das ist, was den Anderen verletzen könnte. Vielleicht ist genau das was du tust, genau das Richtige um endlich Klarheit zu bekommen. Du hast keine Ahnung!
Noch etwas: Jemanden, der sein Leben bewusst lebt, und um diese Zusammenhänge weiß, den kannst du gar nicht verletzen, denn er weiß, dass es nicht darum geht, was du tust, sondern nur, was für ein Gefühl in IHM/IHR dadurch entsteht und derjenige kümmert sich selbst darum. Ist ja auch seins. und genau das selbe solltest du auch tun. Kümmere dich um deinen eigenen Schmerz, um deine Verletzungen und mach nicht dein Gegenüber dafür verantwortlich. Das bringt nämlich gar nichts!
Je öfter du das tust, und du wirst das wirklich oft tun müssen (weiß ich aus eigener Erfahrung) umso mehr kommst du in die Heilung und in einen Zustand indem das Leben unglaublichen Spaß und Freude bereiten kann.
Ich wünsche dir viel Erfolg auf diesem Weg <3

Herzlichst

Petra Soreia