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Was heißt das genau, aus der Polarität aus zusteigen? Und ist das überhaupt möglich? Warum solltest du das überhaupt tun? Schließlich leben wir hier auf der Erde in der Polarität, sie umgibt uns überall. Hell-dunkel, kalt-warm, gut-schlecht, angenehm-unangenehm,…Wer noch nicht sehr bewusst durch sein Leben wandelt, dem ist das gar kein Begriff. Je mehr wir unser Bewusstsein erweitern, umso mehr wird uns aber klar, wie sehr unser Leben von Polaritäten bestimmt wird. Jedesmal wenn wir eine Situation als gut oder schlecht bewerten, unerwünscht oder erwünscht, dann befinden wir uns mitten in der Polarität und der Ausstieg ist oft gar nicht so leicht. Beobachte dich doch selbst einmal wie oft du täglich eine Situation, eine Person oder ein Ereignis bewertest. Du kannst dies wunderbar kontrollieren, indem du dir am Morgen in die linke Hosentasche eine Handvoll Bohnen oder Murmeln steckst. Jedesmal wenn du wertest, dann nimm eine dieser Bohnen und stecke sie in die rechte Hosentasche. Du musst dies aber immer gleich tun, denn sonst vergisst du es ganz schnell wieder. Am Abend leerst du dann deine Taschen und siehst nach, wie viele Bohnen du in der rechten Tasche hast. Am ersten Tag werden es gar nicht viele sein und du wirst dich vielleicht schon freuen und zu dir sagen: „Na, so schlimm ist es ja gar nicht“ 😉 Aber ich verspreche dir, je länger du das machst um so mehr werden es sein. Nicht weil du öfter wertest, sondern weil es dir immer mehr bewusst wirst.
Jedesmal wenn wir in die Wertung gehen, dann empfinden wir auch ein Gefühl dabei, entweder ein positives oder ein negatives, je nachdem wie die Wertung ausfüllt. Meist wissen wir gar nicht welches Gefühl das genau ist, denn auch hier beschränken wir uns darauf zu bewerten und entweder es geht uns gut oder schlecht. Ob wir uns einsam, verlassen, glücklich, angenommen oder auch leer fühlen, differenzieren wir gar nicht.
Eines der deutlichsten Beispiele ist die bei uns gängige Frage: „Wie geht’s?“ Wir können auf diese Frage gar nicht anders antworten, als gut oder schlecht, denn die Frage schränkt die Antwortmöglichkeit grundsätzlich ein. Obwohl derjenige der die Frage stellt, sich meist dann trotzdem eine genauere Antwort erwartet. Die Frage drängt uns automatisch in die Polarität.

Warum ist das denn schlecht, werden sich jetzt einige von euch fragen?
Wie oben schon erwähnt, folgt der Bewertung sofort ein Gefühl. Sagen wir also dass es uns schlecht geht, dann werden wir uns auch schlecht fühlen. In Wirklichkeit fühlen wir uns aber alleine, krank, wertlos oder auch hilflos. Als Kinder haben wir gelernt, diese Gefühle zu bewerten und je schlechter die Wertung ausfällt umso haben  wir versucht, diese Gefühle zu vermeiden oder zu verdrängen. Der Ausstieg aus der Polarität bedeutet also, dem was wir erleben keine Wertung mehr zu geben. Und das ist gar nicht einfach.
Die Erfahrung in der Arbeit mit meinen Klienten zeigt, dass wir sehr oft gar nicht wissen, welches Gefühl wir gerade erleben. Wir haben es einfach verlernt. Wenn wir wieder lernen, Gefühle wahrzunehmen und ihnen keine Wertung zu geben, befinden wir uns auf dem Weg zu einem höheren Bewusstsein und in der Folge zum Zustand des Seins. Ein Zustand, der uns mit allem in Frieden kommen lässt und unser Leben lebenswerter und sehr viel zufriedener machen wird. Wir sind in der Lage aus dem Kreislauf des Leidens und Kämpfens aus zusteigen und in Zukunft einen leichteren Weg zu beschreiten.

Wie startest du jetzt diesen Ausstieg? Die Übung mit den Bohnen wird dir helfen zu realisieren, dass du wertest und das wahrscheinlich den ganzen Tag. Und das ist im ersten Schritt vollkommen in Ordnung. Mach es dir einfach nur bewusst. Und dann kannst du die Frage – Wie geht’s? – aus deinem Repertoire streichen. Frag die Menschen, was sie erlebt haben, wie sie sich fühlen oder was auch immer dich wirklich interessiert.
Solltest du gefragt werden, wie es dir geht, dann spüre in dich hinein, was du gerne Preis geben möchtest. Ob du dem anderen gerne erzählen möchtest was du fühlst oder was du erlebt hast. Lass dich aber nicht mehr dazu verleiten, das was da ist zu bewerten.
Es ist.
Punkt!
Nicht mehr und nicht weniger!!

Ich wünsche dir von Herzen viel Freude auf dem Weg in ein freies Leben!

Petra Soreia

Du möchtest gerne noch mehr darüber wissen oder brauchst Hilfe auf deinem Weg? Kontaktiere mich per Mail oder telefonisch, ich begleite dich von Herzen gerne auf deinem Weg!